Geboren wurde ich in Moskau, mitten in eine Gitarrenfamilie hinein: Sowohl Vater, als auch Mutter und Bruder waren Gitarristen. Daher ist es nicht besonders erstaunlich, dass ich nach der Schule beschloss, am Tschaikovski-Konservatorium bei N. Ivanova-Kramskaya Gitarre zu studieren. Danach besuchte ich die Musikhochschule in Lübeck bei Prof. A. Aigner, die Staatliche Hochschule für Musik in Karlsruhe (Prof. A. von Wangenheim) und die Musikak-ademie Basel, an der ich die Meisterklasse des legendären Oscar Ghiglia absolvieren dürfte. Die letzten beiden Lehrer prägten mich besonders.

An Wettbewerben teilzunhemen begann ich erst spät, einige Zeit nach meinem Studium, aber nicht umsonst; 2006 gewann ich gleich darauf den renommiertesten internationalen Wettbewerb "Concorso Internationale di Interpretatione“ in Gargnano, Italien und war ebenso Preisträger des Gitarrenwettbewerbes in Tokio.

  

Meine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte ich jedoch als …Pianist. Ich erinnere mich noch ganz genau an das Kellergeschoss der Filiale der Musikschule in Moskau und an das Gefühl des vollkommenen Glück beim Musizieren. Viele Jahre sind vergangen, trotzdem kann ich mich glücklich schätzen, dieses Gefühl bei der Berührung mit Musik immer noch zu erleben…

 

Meine Anfänge als Pianist spiegeln sich auch in meinem Gitarren-Repertoire: meine Bearbeitungen der Klavier-Miniaturen von Tschaikovskiy, Gretchaninov und Schedrin sind wichtiger Teil meines Konzertprogrammes.

Solch ein ungewöhnliches Repertoire spiele ich nicht Sensation und Ehrgeiz wegen, sondern weil die meisten dieser Kompositionen (es handelt es sich dabei natürlich um Miniaturen) als Gitarrenversion durch feine und sehr präzise Artikulation, ebenso wie vielfältige Nuancierung, die die Gitarre im allgemeinen auszeichnen, an Ausdruckskraft gewinnen. 

Natürlich ist auch klassische Gitarrenliteratur Bestandetil meines Repertoires: so wie Sor, Giuliani, Aguado, Legnani oder Diabelli. Diese Komponisten spiele ich gerne auf meiner  original romantischen Gitarre aus dem Jahr 1865 von Gottfried Scherzer aus Wien. 

Ebenso ist Russische Gitarrenmusik von Andrej Sichra, Alexander Ivanov-Kramskoj und Nikita Koschkin ein bedeutender Teil meines Programms.

Zudem genießen das Publikum und ich immer Spanisches wie Tarrega, Albeniz, Granados, Malats und Rodrigo.

Ich liebe  auch die Musik der Komponisten zu spielen, die sich der breiteren Spektren der harmonischen und rhythmischen Ausdrucksmöglichkeiten in ihren Kompositionen bedienen. Zu meinen Favoriten  gehören H.W. Henze, L. Brouwer und T.Takemitsu. 

Das Interesse an zeitgenössischer Musik führte mich zur Zusammenarbeit mit einer der bedeutendsten Komponisten unserer Zeit: Sofia Gubaidulina. Für das „Ensemble Mobile“, dessen Mitglied ich bin, haben wir zwei große Kompositionen namens „Pentimento“ und „Sotto Voce“ für drei Gitarren und Kontrabass / zwei Gitarren, Kontrabass und Bratsche, uraufgeführt und eine CD veröffentlicht. Diese wurden für unser Ensemble komponiert, die Komponist selbst war auch an der Aufnahme beteiligt. Auch dürfte ich die Musik von Boris Yoffe, Klaus Ager und Constantia Gourzi zum ersten Mal spielen und die Aufnahmen veröffentlichen.

Wie man wahrscheinlich schon ahnen kann, bin ich ein leidenschaftlicher Kammermusiker und bin glücklich mit mehreren herausragenden Musiker in verschiedenen Formationen spielen zu dürfen. Außer dem oben erwähnten „Ensemble Mobile“  spiele ich mit: 

Violoncellist Dmitri Dichtiar im Duo "gezupft - gestrichen" ;

Balalaika-Virtuose Alexander Paperny im Duo „VielSaitig“

Klarinettistin Lisa Shklyaver im Duo „Liparis“

  

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Über mich